ZIELSETZUNG:

 

Das Monitoring System, das in der Studie OPERMO entwickelt werden soll, kann in der späteren Anwendung zur kontinuierlichen, mittel- und langfristigen Beurteilung von Multimodalität herangezogen werden. Damit kann dargestellt werden, welche multimodalen Angebote und Wegeketten, welche Kombinationen von Modi oder welche Zugänge häufig gewählt werden und welche nicht. Des Weiteren soll das Monitoring System so entwickelt und gestaltet werden, dass es auch für die Konzeption neuer und die Bewertung bestehender Technologien und deren Integration in das Verkehrssystem entsprechend den Veränderungen im Verkehrsverhalten der einzelnen Nutzergruppen herangezogen werden kann. Die neuen Erkenntnisse der Wirkungsmechanismen und der Rahmenbedingungen bilden eine Grundlage für mittel- bis längerfristige innovative Lösungen in der Verkehrsplanung, in der Gestaltung und Initiierung von neuen Angeboten, in der Siedlungsentwicklung und in den Informations- und Kommunikationstechnologien.

 

Im Zuge der geplanten exemplarischen Auswertung auf Basis der Mobilitätsdaten der öster­reichweiten Mobilitätsdatenerhebung werden Verbesserungsvorschläge zur verständlicheren Abbildung der Multimodalität in den Mobilitätserhebungen für spätere Erhebungen entwickelt. Dazu gehören auch allfällige Erweiterungen der Erhebungs­methoden und -tools in Richtung Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT), etwa um den Einfluss des Zugangs zu Information, etwa durch Besitz von entsprechenden Kommunikationstools besser zu verstehen.

 

Die Ausarbeitung einer fundierten Methode des Monitoring Systems in der Studie OPERMO soll auch im Hinblick auf die spätere Verwendung in Verkehrsmodellen Rücksicht nehmen. Ziel ist es, Erkenntnisse über die Operationalisierung der Multimodalität in Verkehrsmodellen zu gewinnen, um den Status Quo präziser auf Basis realer Wirkungsmechanismen zu beschreiben. Die Erkenntnisse über eine präzisere Beschreibung und ein besseres Verständnis der Multimodalität führen zu neuem Wissen, wie Multimodalität prognostiziert werden kann. Dieser Ansatz ist für eine spätere Anwendung insofern von Bedeutung, als damit eine mögliche verstärkte Inanspruchnahme von mehreren Modi an einem Tag oder im Rahmen von Wegeketten realistisch antizipiert und hinsichtlich ihrer Auswirkungen im Sinne einer Technologiefolgenabschätzung beurteilt werden können.